Pergament
ist eine Tierhaut, die in einem Rahmen aufgespannt getrocknet wurde. Als Beschreibstoff schon 2.000 v. Chr. bekannt, bekam es seinen Namen nach der kleinasiatischen Stadt Pergamon, in der zuerst Pergament hergestellt wurde. Zu Pergament lassen sich alle Tierhäute verarbeiten, üblich sind Häute von Kalb, Schwein, Esel, Ziege und Schaf. Pergament wird nach dem Kalkbad in Rahmen gespannt und mit Schabeisen von Unreinheiten befreit, gebimst oder mechanisch geschliffen. Es ist praktisch unverwüstlich, hart, schwierig zu verarbeiten und stark hygroskopisch. Als bestes Pergament gilt Kalbpergament, wobei die geaderten Pergamente aus den Häuten verendeter Tiere besonders gesucht sind. Die beim Tode eintretende Blutstockung markiert sich im Fell als Aderung. Velin, auch Jungfernpergament genannt, ist ein dünnhäutiges Pergament aus den Fellen totgeborener oder neugeborener Kälber.